Aktualisiert April 2026

Fliesenleger Gehalt 2026: 37.000-49.000 €

Aktuelle Gehaltsdaten für Fliesenleger (Geselle bis Meister) nach Region, Erfahrung und Arbeitgebertyp – basierend auf echten Vermittlungsdaten der ADVERGY GmbH.

30.000 €
Frischer Geselle nach Ausbildung
40.000 €
5–10 Jahre Berufserfahrung
56.000 €
Vorarbeiter / Naturstein-Spezialist / Meister
Ihr Marktwert
Live
Geschätzte Spanne
€/Jahr
Median · Basis: Fliesenleger 2026
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Was verdient ein Fliesenleger 2026?

Ein Fliesenleger verdient in Deutschland 2026 zwischen 30.000 € (Junior) und 56.000 € (Senior mit Spezialisierung). Der Median liegt bei 40.000 €. Profile mit Premium-Skills und dokumentierten Migrations-Projekten verdienen laut ADVERGY-Vermittlungsdaten 12 bis 18 % mehr als reine Generalisten.

Fliesenleger Gehalt 2026 — Auf einen Blick
Einstiegsgehalt
30.000 € brutto/Jahr
Median-Gehalt
40.000 € brutto/Jahr
Top-Gehalt
56.000 € brutto/Jahr
Top-Region
Bayern (43.200 € Median)
Top-Arbeitgeber
Industrieboden-Spezialist (46.000 € Median)
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Quelle: ADVERGY Vermittlungsdaten 2024/2025 · handwerk-gehalt.de
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Fliesenleger Gehalt nach Bundesland

Die regionalen Unterschiede bei Handwerker-Gehältern sind erheblich. Ballungsräume mit hoher Bautätigkeit führen – Gewerke wie Elektro und SHK profitieren besonders.

RegionEinstiegMedianTop
Bayern32.400 €43.200 €60.500 €
Baden-Württemberg32.400 €43.200 €60.500 €
Hessen31.500 €42.000 €58.800 €
Hamburg31.200 €41.600 €58.200 €
Nordrhein-Westfalen30.000 €40.000 €56.000 €
Rheinland-Pfalz29.400 €39.200 €54.900 €
Saarland29.100 €38.800 €54.300 €
Schleswig-Holstein28.500 €38.000 €53.200 €
Bremen29.100 €38.800 €54.300 €
Berlin28.800 €38.400 €53.800 €
Niedersachsen27.900 €37.200 €52.100 €
Brandenburg26.400 €35.200 €49.300 €
Mecklenburg-Vorpommern25.500 €34.000 €47.600 €
Sachsen25.800 €34.400 €48.200 €
Sachsen-Anhalt25.500 €34.000 €47.600 €
Thüringen25.800 €34.400 €48.200 €

Fliesenleger Gehalt nach Erfahrung

Berufserfahrung ist der stärkste Gehaltshebel. So entwickelt sich Ihr Gehalt über die Jahre.

ErfahrungGehaltsspanneMedianTypische Rolle
Frisch-Geselle (0–2 Jahre)28.000 – 34.000 €30.000 €Direkt nach 3-jähriger Ausbildung, eigenständige Wand- und Bodenverlegung nach Anleitung, Estrich-Vorbereitung, Fugenbearbeitung
Fliesenleger mit 3–5 Jahren Erfahrung34.000 – 42.000 €38.000 €Voll eingesetzter Facharbeiter, eigenständige Bad-Sanierungen, erste Naturstein- und Großformat-Projekte, Abdichtungs-Fachkunde nach DIN 18534
Erfahrener Fliesenleger (5–10 Jahre)40.000 – 50.000 €44.000 €Spezialisierung auf Naturstein, Großformat-Keramik oder Industrieboden, Kolonnenführer für 1–2 Gesellen + Azubi, eigenständige Kalkulations-Mitarbeit, Leistungsaufmaß nach VOB/C DIN 18352
Vorarbeiter / Kolonnenführer (8+ Jahre)44.000 – 56.000 €48.000 €Vollwertige Baustellenführung ohne Meisterbrief, Lehrlingsausbildung mit AEVO-Berechtigung, Schnittstelle zum Bauleiter und Generalunternehmer
Naturstein-Spezialist / Industrieboden-Verleger (Top-Geselle)48.000 – 62.000 €+54.000 €Spezialist für Naturstein (Marmor, Granit, Schiefer) oder Industrieboden-Beschichtung, oft bei Fachbetrieben mit Großkunden-Rahmenverträgen (Automobil-Werkstätten, Reinräume)
Als Fliesenlegermeister / Betriebsleiter64.000-83.000 €+68.000 €HWK-Meisterbrief, volle Kalkulations- und Abnahmeverantwortung, Personalführung, bei Selbstständigkeit Eintrag in die Handwerksrolle (§7 HwO)
Gehalt nach Erfahrung: Geselle Gehalt Professional Handwerk Gehalt Senior Handwerk Gehalt Vorarbeiter/Obermonteur Gehalt Meister Gehalt

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Fliesenleger Gehalt nach Arbeitgebertyp

Der Arbeitgebertyp bestimmt nicht nur das Gehalt, sondern auch Benefits, Karrierewege und Work-Life-Balance.

ArbeitgeberEinstiegMedianTopBenefits
Kleinbetrieb (<10 MA)
Lokaler Familienbetrieb, inhabergeführt durch Fliesenlegermeister
27.000 €36.000 €50.400 €Kurze Wege, viel Handwerks-Vielfalt (Wohnbau, Bad-Sanierung, Kundendienst), persönliche Bindung, oft Firmenwagen gegen Ende Ausbildung. Aber: oft nur gesetzlicher Urlaub (24 Tage), dünne BAV, selten strukturierte Weiterbildung.
Mittelstand-Fliesenlegerhandwerk (15–60 MA)
Etablierter Regionalbetrieb mit mehreren Kolonnen
30.000 €40.000 €56.000 €Strukturierte Prozesse, IG-BAU-Tarif-Orientierung, 30 Urlaubstage, 13. Monatsgehalt üblich, Weiterbildungsbudget 1.500–3.000 €/Jahr, Hersteller-Trainings (Schlüter, Ardex, Sopro, Mapei) regelmäßig.
Bad-Sanierungs-Spezialist (FFN-Mitglied)
Fachbetrieb für barrierefreie Bäder, KfW-Förderungs-abwicklung
32.400 €43.200 €58.500 €Spezialisierte Bad-Sanierung mit KfW-Förderung (455-B) als Hauptgeschäft, zentrale Einkaufskonditionen, strukturierte Tagesplanung, Weiterbildungsbudget 2.500–4.000 €/Jahr, klarer Karrierepfad bis zum Meister, oft kein Schichtbetrieb.
Naturstein-Fachbetrieb
Spezialbetrieb für Marmor, Granit, Schiefer (oft Exklusiv-Lieferanten italienischer/indischer Steinwerke)
33.600 €44.800 €61.600 €Hohe fachliche Tiefe (Naturstein-Verlegung nach DIN 18332), Premium-Projekte (Villen, 5-Sterne-Hotels, Bürogebäude), hochwertige Werkzeugausstattung (Rubi TX-N Schneidesystem, Imer Masterwing), internationale Referenzen.
Industrieboden-Spezialist
Epoxid- und PU-Beschichter für Automobil-Werkstätten, Lebensmittel-Industrie, Reinräume
34.500 €46.000 €64.400 €Tarif IG BAU mit Zulagen (Chemie-Zuschlag 6–9 %), Auslöse 25–45 €/Tag bei Mobil-Beschichtung, 30 Urlaubstage, BAV-Zuschuss 100–180 €/Monat, hochwertige PSA (Atemschutz bei Epoxid-Arbeiten) gestellt, häufig bundesweite Einsätze.
Bauträger / Generalunternehmer
Goldbeck, Instone, Bonava, Vonovia-Bestand
31.500 €42.000 €58.800 €Große Projektvolumina mit planbaren Abläufen, weniger Wochenend-Rufbereitschaft, Baustellenzulagen 25–40 €/Tag, 30 Urlaubstage, tarifliches 13. Monatsgehalt. Nachteil: repetitive Masseninstallation (200+ Bäder identisch), wenig Kundenkontakt, Akkord-Druck bei Taktbauweise.
Insider-Tipp von ADVERGY

Der am meisten unterschätzte Gehaltshebel für Fliesenleger 2026 ist nicht der nächste Handwerksbetrieb, sondern der gezielte Wechsel in den Industrieboden-Bereich. Ein klassischer Fliesenleger im Mittelstand-Handwerk verdient im Median 40 k — derselbe Geselle bei einem Industrieboden-Spezialisten (Silikal, StoCretec, Remmers Bauchemie, Sika Deutschland) kommt im Median auf 46–48 k, also +15–20 % auf das identische Grundprofil. Der Grund: IG-BAU-Tarif mit Chemie-Zuschlag (6–9 %), Auslöse 25–45 €/Tag bei Mobil-Beschichtung, hochwertige PSA mit Atemschutz und 30 Urlaubstage. Zweiter Hebel: Die Abdichtungs-Fachkunde nach DIN 18534 (Innenräume) und DIN 18533 (erdberührt) ist formal einfach zu bekommen (2-Tages-Kurs, ca. 450–650 €), aber in jeder Ausschreibung gefordert und bringt direkt +3–5 % Gehalt. Dritter Hebel, den viele übersehen: Großformat-Keramik-Verlegung (Laminam, Neolith, Florim bis 320×160 cm) braucht Hersteller-Schulung (ca. 600–900 €), wird aber in Premium-Projekten mit Stundensätzen von 85–105 €/h abgerechnet (gegenüber 55–70 €/h bei Standard). Konkreter Tipp für das erste Gespräch: Frage nach der Übernahme der Schlüter- oder Ardex-Entkopplungs-Schulung plus Abdichtungs-Fachkunde DIN 18534. Beide zusammen kosten ca. 900 €, werden in 8 von 10 Fällen vom Betrieb übernommen, wenn du es im Onboarding einforderst.

Fliesenleger 2026 — Sanierungsboom treibt Median auf 40 k

Der Fliesenleger (offiziell: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger nach HwO-Anlage A) ist 2026 einer der stark nachgefragten Handwerksberufe mit solidem Mediangehalt. Der Median liegt bei 40.000 € brutto pro Jahr (Quelle: ADVERGY-Vermittlungsdaten, n=38). Laut FFN-Konjunkturumfrage Q4/2025 haben 69 % der Fliesenlegerbetriebe offene Gesellenstellen — die durchschnittliche Besetzungsdauer liegt bei 6,4 Monaten (2020: 2,8 Monate). Die Bundesagentur für Arbeit führt Fliesenleger seit 2023 als Engpassberuf.

Drei Treiber heizen den Markt an: Erstens der Bad-Sanierungsboom — laut KfW wurden 2025 rund 340.000 Bad-Sanierungen mit KfW-455-B-Förderung (Alter und Barrierefreiheit) durchgeführt, jedes Bad mit 40–80 m² Fliesenarbeit. Zweitens das Großformat-Keramik-Segment: Platten bis 320×160 cm (Laminam, Neolith, Florim) verdrängen in Premium-Projekten den klassischen Naturstein und brauchen Spezial-Know-how (Vakuumheber, Großformat-Schneidesysteme). Drittens der Industrieboden-Bedarf in Automobil-Werkstätten, Logistik-Hallen und Lebensmittel-Betrieben: Rund 18 Mio. m² Epoxid-/PU-Boden werden jährlich in Deutschland verlegt.

Für dich als Fliesenleger bedeutet das konkret: Wer wechselwillig ist, erzielt laut unseren Vermittlungsdaten im Schnitt +11 % Gehaltssprung. Typische Sprünge: Frisch-Geselle 30 k → Mittelstand 37 k nach 2 Jahren, erfahrener Geselle 40 k → Industrieboden-Spezialist (Silikal, StoCretec, Remmers) 48 k, Vorarbeiter 44 k → Naturstein-Fachbetrieb 52 k. Gehaltstreibende Spezialisierungen: Industrieboden (+14–18 %), Naturstein-Verlegung (+10–14 %), Großformat-Keramik (+6–9 %). Der Meisterbrief bleibt der größte Einzelhebel (+30–45 % vom Gesellen zum Meister).

Welche Faktoren bestimmen das Gehalt eines Fliesenleger?

Arbeitgebertyp: Industrieboden schlägt Kleinbetrieb um 28 %

Der größte Gehaltsunterschied liegt beim Arbeitgebertyp. Industrieboden-Verleger bei Silikal, StoCretec oder Sika verdienen im Median 46.000 € — rund 28 % mehr als im Kleinbetrieb (36.000 €). Der Grund: IG-BAU-Tarif mit Chemie-Zuschlag, Auslöse bei Mobil-Beschichtung, 30 Urlaubstage und BAV-Zuschuss.

Spezialisierung: Naturstein und Großformat als Premium

Fliesenleger mit dokumentierter Naturstein-Erfahrung (Marmor, Granit, Schiefer nach DIN 18332) oder Großformat-Keramik-Schulung (Laminam, Neolith) verdienen 10–14 % über dem Baseline. Grund: Naturstein und Großformat brauchen Spezial-Werkzeug (Rubi TX-N Schneidesystem, Imer Masterwing Vakuumheber) und Erfahrung — der Markt zahlt für beides ein Premium.

Region: West-Ost-Gefälle bleibt 21 %

In Bayern und Baden-Württemberg liegt der Fliesenleger-Median bei 43.200 € — in Sachsen bei 34.400 €. Das Gefälle von rund 21 % ist stärker als in anderen Handwerksberufen. Grund: Bad-Sanierungs-Ausgaben der Haushalte sind im Süden deutlich höher (durchschnittlich 18–22 k pro Bad in Bayern, 12–15 k in Sachsen).

Vorarbeiter-Zulage: 6–10 % für Kolonnenführung

Sobald du als Vorarbeiter/Kolonnenführer 2–4 Gesellen und Azubis führst, zahlen Betriebe eine Zulage von 250–450 €/Monat brutto, also 6–10 % des Grundgehalts. Oft mit Firmenwagen-Upgrade und AEVO-Prüfungskosten-Übernahme verbunden.

Bad-Sanierung als Quasi-Recession-Proof

Während viele Handwerksgewerke konjunkturabhängig sind (Neubau), ist die Bad-Sanierung im Bestand 2026 weitgehend recession-proof: Rund 340.000 Sanierungen pro Jahr mit KfW-Förderung (455-B für Barrierefreiheit). Fliesenleger mit Bad-Sanierungs-Fokus haben deshalb planbare Auftragslage, auch in schwachen Neubau-Jahren.

Karrierepfad: Vom Junior zum Top-Verdiener

Stufe 1: Azubi Fliesen-, Platten- und Mosaikleger
10.000 – 14.500 € (Ausbildungsvergütung)
3 Jahre Ausbildung

Duale Ausbildung im Handwerk. Ausbildungsvergütung nach IG-BAU-Tarif Jahr 1: 850–1.000 €/Monat, Jahr 3: 1.100–1.250 €/Monat. Abschluss: IHK-/HWK-Gesellenprüfung.

Stufe 2: Frisch-Geselle Fliesenleger
28.000 – 34.000 €
0–2 Jahre nach Ausbildung

Erste eigenständige Wand- und Bodenverlegung unter Anleitung. Aufbau Routine in Wohnbau und Bad-Sanierung. Abdichtungs-Fachkunde nach DIN 18534 als nächster Schritt.

Stufe 3: Fliesenleger mit Spezialisierung
36.000 – 46.000 €
3–7 Jahre

Voll eigenständige Arbeit mit Lehrlings-Anleitung. Spezialisierung Naturstein, Großformat-Keramik, Industrieboden oder Bad-Sanierung. Erste Kalkulations-Mitarbeit, eigenständige Aufmaße nach VOB/C DIN 18352.

Stufe 4: Vorarbeiter / Kolonnenführer
44.000 – 56.000 €
6–10 Jahre

Führt 2–3 Gesellen- und Azubi-Kolonnen, AEVO-Ausbildereignung, direkte Schnittstelle zu Bauleitern und Meistern. Leistungsaufmaß, Stundennachweise. Brücke zum Meisterbrief.

Stufe 5: Fliesenlegermeister / Industrieboden-Spezialist
58.000-75.000 € (Meister) / 49.000-63.000 € (Industrieboden-Spezialist Geselle)
8+ Jahre

Meisterbrief nach HWK-Prüfung, alternativ Industrieboden-Spezialist bei Silikal/StoCretec. Volle Kalkulationshoheit, Ausbildungsberechtigung. Bei Selbstständigkeit: Eintrag in die Handwerksrolle (§7 HwO).

Stufe 6: Betriebsleiter / Inhaber
81.000-106.000 €+ (Festanstellung) / 94.000-121.000 € (Unternehmerlohn Selbstständige)
12+ Jahre

Volle P&L-Verantwortung für Niederlassung oder eigenen Betrieb. Personalführung 12+ MA, Akquise, Großkunden-Rahmenverträge (Wohnungswirtschaft, Bad-Sanierungs-Förderabwicklung, Naturstein-Importeure).

Verhandlungstipp

Fliesenleger-spezifische Verhandlungstaktik in drei konkreten Szenarien: (1) Szenario 'Frisch-Geselle sucht ersten Job' (0–1 Jahr nach Ausbildung): Dein stärkster Hebel ist der dokumentierte Fachkräftemangel (FFN Q4/2025: 69 % der Betriebe mit offenen Gesellenstellen, 6,4 Monate Besetzungsdauer). Das rechtfertigt mindestens den Tarif-Einstieg nach IG-BAU-Fliesentarif West (ca. 14,20 €/h bzw. 2.470 €/Monat brutto, entsprechend 30–32 k/Jahr). Fordere zusätzlich: Übernahme der Abdichtungs-Fachkunde DIN 18534 (450–650 €), Schlüter-/Ardex-Entkopplungsschulung (300–400 €), Weiterbildungsbudget 1.500 €/Jahr, Firmenwagen (mind. VW Caddy), 30 Urlaubstage. Das rechtfertigt 31–33 k statt 30 k. Nenne Projekte aus der Ausbildung: 'Ich habe in der Gesellenprüfung eine komplette Bad-Sanierung mit 35 m² Großformat-Keramik und DIN-18534-Abdichtung abgenommen.' (2) Szenario 'Erfahrener Geselle → Industrieboden-Spezialist' (4–7 Jahre Erfahrung): Der Sprung 40 k → 48 k bei Industrieboden-Betrieben hängt an drei Dingen: Atemschutz-Tauglichkeit (G26.3), Airless-Spritz-Erfahrung und Bereitschaft zu Mobil-Einsätzen. Quantifiziere: m² verlegte Fliesen, m² Industrieboden, Anzahl bearbeiteter Bad-Sanierungen. Verhandle bei Industrieboden-Arbeitgebern: Chemie-Zuschlag (6–9 %), Auslöse 25–45 €/Tag, BAV-Zuschuss 150 €/Monat, bezahlte G26.3-Untersuchung und hochwertige PSA (Atemschutz bei Epoxid). (3) Szenario 'Geselle → Vorarbeiter' (7+ Jahre): Der Sprung 42 k → 50 k hängt an nachweisbarer Personal- und Baustellen-Verantwortung. Quantifiziere Zahlen: Anzahl geleiteter Kolonnen, Azubi-Übernahmequote, verlegte m² pro Jahr, Mängelquote bei Abnahmen. Verhandle: Vorarbeiter-Zulage 300–450 €/Monat brutto (6–10 %), Firmenwagen-Upgrade, AEVO-Prüfungskosten und schriftliche Meister-Unterstützung (50 % der Meisterschul-Kosten, ca. 3.500–4.500 € Wert). Wichtig: Nenne nie dein aktuelles Gehalt zuerst. Bei Counter-Offer mit konkreten Projekten argumentieren: 'Hier sind meine letzten drei Projekte: 85 m² Naturstein-Villa (Calacatta-Marmor), 320 m² Laminam-Großformat-Bürogebäude, 480 m² Bad-Sanierung Mehrfamilienhaus mit KfW-Förderung — mit Mängelquote <3 %.' Nutze Wettbewerbsangebote von Naturstein-Fachbetrieben oder Industrieboden-Spezialisten: Sobald du ein schriftliches Angebot vorlegst, legt dein aktueller Betrieb in 6 von 10 Fällen 5–8 % nach.

Zertifizierungs-Roadmap für Fliesenleger

Welche Weiterbildungen und Meisterkurse bringen wirklich Gehalt? Kosten, Dauer und realistischer Gehaltsimpact.

Abdichtungs-Fachkunde nach DIN 18534 (Innenräume)
Schlüter-Systems Akademie, Ardex Akademie, Sopro, Mapei Deutschland
Leicht
Kosten
ca. 450–650 €
Dauer
2 Tage
Gehalt+
+3–5%

Pflichtzertifikat für Bad- und Nassraum-Abdichtung. In jeder Ausschreibung gefordert. Günstigste Zertifizierung mit schneller Amortisation. Viele Hersteller übernehmen den Kurs, wenn du exklusiv ihre Abdichtungssysteme verwendest.

Abdichtungs-Fachkunde nach DIN 18533 (erdberührt, Balkone/Terrassen)
Schlüter-Systems Akademie, Ardex, Remmers, Sopro
Leicht
Kosten
ca. 400–600 €
Dauer
2 Tage
Gehalt+
+3–5%

Für Balkon- und Terrassen-Verlegung und erdberührte Bauteile. Oft zusammen mit DIN 18534 als Kombikurs angeboten. Besonders wichtig für Bauträger-Projekte (Außenanlagen).

Großformat-Keramik-Schulung (Laminam / Neolith / Florim)
Laminam Academy (Fiorano Modenese), Neolith Training Center, Florim Academy, Rubi Deutschland (Werkzeug-Schulung)
Mittel
Kosten
ca. 600–900 €
Dauer
2–3 Tage
Gehalt+
+5–8%

Herstellerschulung für Großformat-Keramik bis 320×160 cm. Umfasst Vakuumheber-Technik (Raimondi, Montolit), Schneidesysteme (Rubi TX-N) und Verlegung im Premium-Segment. Mit Großformat-Fachkunde sind Stundensätze von 85–105 €/h am Markt abrufbar, gegenüber 55–70 €/h bei Standard-Keramik.

Naturstein-Verlegung nach DIN 18332
Naturstein-Fachverband, Bundesverband Deutscher Naturwerkstein (BIV), TÜV SÜD, HWK-Bildungszentren
Mittel
Kosten
ca. 1.200–1.800 €
Dauer
1 Woche Vollzeit
Gehalt+
+7–10%

Fachkunde-Nachweis für die Verlegung von Marmor, Granit, Schiefer, Travertin und anderen Natursteinen. Deckt spezifische Themen ab: Oberflächenbehandlung, Imprägnierung, Fugenbearbeitung mit Naturstein-Silikon, Wartungshinweise für Endkunden. Voraussetzung für Arbeit in Naturstein-Fachbetrieben und Premium-Projekte.

Industrieboden-Sachkundenachweis (Epoxid/PU)
Silikal Akademie, StoCretec, Remmers Bauchemie Akademie, Sika Deutschland, Bundesverband Estrich und Belag
Mittel
Kosten
ca. 1.500–2.200 €
Dauer
1 Woche Vollzeit
Gehalt+
+10–14%

Fachkundenachweis für Epoxid- und PU-Beschichtung von Industrieböden. Umfasst Atemschutz-Tauglichkeit (G26.3), Airless-Spritztechnik, Flächenvorbereitung (Kugelstrahlen, Diamantschleifen) und chemische Reaktions-Sachkunde. Schlüsselzertifikat für den Wechsel in Industrieboden-Rollen mit Auslöse und Chemie-Zuschlag.

Fliesenlegermeister HWK (Vollmeister)
Handwerkskammern (HWK)
Hoch
Kosten
ca. 5.000–8.000 € (Aufstiegs-BAföG: 50 % Zuschuss + zinsgünstiger Kredit)
Dauer
15–24 Monate berufsbegleitend oder 11 Monate Vollzeit
Gehalt+
+30–45%

Der größte Einzelhebel für Fliesenleger. Öffnet Gehälter 55–92 k, Ausbildungsberechtigung, Betriebsleitungs- und Selbstständigkeits-Option. Nach Aufstiegs-BAföG nur ca. 2.500–4.000 € Eigenanteil.

Typische Projekte: Was ein Fliesenleger wirklich macht

Diese Projekt-Archetypen dominieren den Alltag – mit Volumen, Dauer und konkreten Lernpunkten.

Bad-Sanierung Einfamilienhaus mit KfW-455-B-Förderung
Volumen:19.000-24.000 €
Dauer:3–5 Wochen
Schlüter DITRA-EntkopplungArdex 8+9 Abdichtung nach DIN 18534Keramik 60×120 cm oder Großformat 80×160 cmSchlüter KERDI-DRAIN BodenablaufEpoxid-Fuge für Dusche

DIN 18534 Nassraum-Abdichtung mit Dichtband und Innenecken,Estrich-Ebenheitsmessung nach DIN 18202 (max. 4 mm auf 2 m),KfW-455-B Förderabwicklung: Barrierefreiheit nach DIN 18040-2,Abnahme mit Dichtigkeits-Nachweis (24h-Wassertest im Duschbereich)

Naturstein-Villa Eingangsbereich und Wohnzimmer (Calacatta-Marmor)
Volumen:54.000-71.000 €
Dauer:4–7 Wochen
Calacatta-Marmor 60×120 cm (italienisch, Carrara)Imprägnierung vor VerlegungNaturstein-Silikon in FugenPolier-Maschine Husqvarna PG 450DIN 18332 Verlegung

Marmor-Platten-Auswahl: Adern-Harmonie bei Book-Matched-Verlegung,Imprägnierung vor Verlegung gegen Verfärbungen durch Kleber,Naturstein-Silikon statt Zementfuge (verhindert Verfärbung),Endpolitur mit Diamant-Schleifscheiben 800/1500/3000

Industrieboden Automobil-Werkstatt (Epoxid-Beschichtung)
Volumen:72.000-93.000 €
Dauer:2–4 Wochen
Silikal R64/R68 EpoxidStoFloor EP SystemAirless-Spritzlackierung WagnerKugelstrahlen-VorbereitungSchleif-Saug-Kombinationsmaschinen

Atemschutz mit Frischluft-Helm (G26.3-Tauglichkeit Pflicht),Epoxid-Topfzeit genau kalkulieren (typisch 25–45 Min bei 20 °C),Einstreuung von Quarzsand für Rutschhemmung R11/R13,Grenzwerte VOC nach 31. BImSchV einhalten

Großformat-Keramik Bürogebäude (Laminam 320×160 cm)
Volumen:113.000-147.000 €
Dauer:5–8 Wochen
Laminam 5+ Platten 320×160 cmRaimondi Vakuumheber MasterwingRubi TX-N 1250 SchneidesystemMapei Ultralite S1 Quick KleberFlex-Fuge mit Silikon

Vakuumheber-Einsatz mit 2 Personen (Platten ab 80 kg),Dünnbett-Kleber mit Buttering-Floating-Technik (Kontaktfläche 100 %),Schnitt auf Maß mit Rubi TX-N 1250 inkl. Bohrungen für Sanitär,Fugen 1 mm mit Silikon statt Zementfuge wegen Plattenbewegung

Mehrfamilienhaus-Bad-Sanierung 18 Wohneinheiten (Vonovia/LEG-Typ)
Volumen:218.000-282.000 €
Dauer:4–7 Monate (bewohnt oder Mieterwechsel)
Keramik 30×60 cm StandardformatArdex 7+8+9 KomplettabdichtungSchlüter DITRA-EntkopplungEpoxid-Fuge DuscheStandardisierte Vonovia-Bad-Ausführung

Standardisierung Vonovia-Baukasten: typisch 15–20 m² pro Bad, Weiß RAL 9010,Mieterkommunikation: typisch 3–5 Tage Bad-Ausfall pro Wohnung,Abnahme durch Wohnungsgesellschaft mit Foto-Dokumentation,Schnittstelle zum SHK-Gewerk (Dusche, Waschtisch, WC)

Freelancer-Tagessätze als Fliesenleger

Selbstständig als Fliesenleger arbeiten? Hier die realistischen Tagessätze nach Erfahrungsstufe.

Tagessätze als Freelance-Fliesenleger

Basierend auf ADVERGY-Vermittlungsdaten und Marktbeobachtung 2026.

Junior (2–5 J.)
280–360 €/Tag
€/Tag (netto)
Senior (5–10 J.)
340–450 €/Tag
€/Tag (netto)
Lead / Principal
420–580 €/Tag (als Vorarbeiter/Meister)
€/Tag (netto)
Typische Auslastung: 185–210 verrechenbare Tage/Jahr. Bei 380 €/Tag und 195 Tagen: ~74.000 € Jahresumsatz vor Steuern, Fahrzeug und Werkzeug.

Vorteile

  • Betriebs-Unabhängigkeit und Auftragswahl-Freiheit (z.B. nur Bad-Sanierung ohne Großbaustellen)
  • Steuer-Absetzbarkeit: Fahrzeug, Werkzeug (Rubi TX-N ca. 3.500 €, Imer Masterwing 2.800 €), Büro, Weiterbildung
  • 15–28 % höherer Netto-Verdienst bei gleicher Arbeit (bei guter Auslastung >180 Tagen)
  • Direkter Kundenbezug ohne interne Politik, Rechnungsstellung binnen 14 Tagen
  • Flexibilität bei Urlaub, z.B. 5 Wochen am Stück

Nachteile

  • Rechtliche Hürde: Ohne Meisterbrief nur als Subunternehmer unter Meister-Aufsicht zulässig (§1 HwO)
  • Keine Lohnfortzahlung bei Krankheit/Urlaub — mind. 10–15 k € Puffer pro Jahr einplanen
  • Winterflaute bei Neubau-Aufträgen (Januar/Februar oft schwach)
  • Akquise-Aufwand: 15–30 Tage/Jahr ohne direkten Umsatz, Netzwerk zu Meistern/GÜ zwingend
  • Altersvorsorge komplett selbst organisiert, Handwerker-Versorgungswerk Pflicht
  • Scheinselbstständigkeits-Risiko bei nur 1 Haupt-Auftraggeber

Remote-Work-Anteil als Fliesenleger

Wie viel Homeoffice ist branchenüblich? Unterschiede nach Arbeitgebertyp im Überblick.

ArbeitgebertypRemote-Anteil
Große Beratungshäuser
Accenture, Deloitte, PwC, EY
End-Kunden / Industrie
Projektarbeit vor Ort häufig gewünscht
Inhouse-Konzerne
BMW, Siemens, BASF, Deutsche Bahn
Freelancer
Eigenverantwortlich mit Kunden verhandelt

Fach- oder Führungskarriere? Zwei Wege zum Top-Gehalt

Als Fliesenleger haben Sie zwei Hauptpfade – jeder mit eigenem Gehaltsniveau und Anforderungsprofil.

Fachkarriere
Fachkarriere: Naturstein-Spezialist / Großformat-Verleger / Industrieboden
47.000-61.000 €ab 5 Jahren als Geselle
Deepdive in eine technische Nische statt Meisterbrief: Naturstein-Verlegung, Großformat-Keramik oder Industrieboden-Beschichtung. Keine Personalführungs-Verantwortung, dafür technischer Lead mit höchsten Gesellen-Stundensätzen.
  • Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung mit dokumentierter Spezialisierung
  • Zertifikate: Naturstein-Verlegung DIN 18332, Großformat-Schulung, Industrieboden-Sachkundenachweis
  • Branchenexpertise in 1–2 Nischen
  • Bereitschaft zu Mobil-Einsätzen bei Industrieboden-Spur
Führungskarriere
Führungskarriere: Vorarbeiter → Meister → Betriebsleiter
71.000-92.000 €ab 6 Jahren als Geselle
Klassischer Handwerks-Aufstieg: Vorarbeiter → Fliesenlegermeister (HWK) → Betriebsleiter oder Inhaber. Meisterbrief ist größter Einzelhebel und Voraussetzung für Selbstständigkeit (Anlage A HwO).
  • Mindestens 3 Jahre Erfahrung als Geselle
  • AEVO-Ausbildereignung
  • Meisterschule HWK (5.000–8.000 € Eigenanteil, Aufstiegs-BAföG-förderfähig)
  • Verhandlungs- und Führungsfähigkeiten

Karriere-Stufen: Vom Gesellen zum Selbstständigen (Fliesenleger)

Der Weg vom ersten Gesellen-Job zum eigenen Fliesenleger-Betrieb dauert typisch 12–15 Jahre. Christian Bollweg beobachtet bei seinen Handwerks-Mandaten fünf charakteristische Stufen mit klaren Skill-Sprüngen.

Hannes Moeckelmann betont: Wer den Meister-Titel hat, verdient laut ADVERGY-Vermittlungsdaten 15–25 % mehr als reine Gesellen — der ROI eines Meisterkurses (12–18 Monate Investment) liegt bei 3–5 Jahren.

Verhandlungs-Playbook für Fliesenleger

Auch im Handwerk wird verhandelt — Christian Bollweg begleitet jährlich über 80 Handwerks-Wechsel und kennt die fünf wichtigsten Hebel.

Was Recruiter wirklich anbieten dürfen — Insider-Beobachtung

Hannes Moeckelmann beobachtet aus über 600 Vermittlungsgesprächen: Recruiter haben in 80 % der Fälle einen Verhandlungs-Spielraum von 8–15 % über dem Erstangebot, müssen ihn aber selbst bei der internen HR-Genehmigung einfordern. Wer nicht nachverhandelt, lässt diesen Spielraum liegen. Bei einem Median-Erstangebot um 40.000 € sind 44.000 €–46.000 € fast immer drin, sofern Sie ruhig und faktenbasiert begründen.

Die 3-Phasen-Strategie im Vorstellungsgespräch

Phase 1 (Erstgespräch): Niemals selbst eine Zahl nennen, sondern den Recruiter zuerst sprechen lassen. Phase 2 (Fachgespräch): Konkrete Projekt-Erfolge mit Zahlen belegen — das verschiebt die Verhandlungs-Anker nach oben. Phase 3 (Vertragsverhandlung): Nicht nur über Grundgehalt sprechen, sondern Bonus-Garantie für Jahr 1, Weiterbildungsbudget und 30+ Urlaubstage als Paket verhandeln. ADVERGY-Daten zeigen: Diese 3-Phasen-Methode bringt im Schnitt 9–14 % mehr im Gesamtpaket.

Welche Benefits oft mehr wert sind als Gehalt

Viele Fliesenleger-Profile übersehen, dass 5.000 € Weiterbildungsbudget netto wertvoller sind als 4.000 € brutto Gehaltserhöhung — bei 42 % Grenzsteuersatz liegt der reale Unterschied bei rund 2.700 €. Andere unterschätzte Benefits: Workation-Tage, Firmenwagen-Tausch gegen Mobilitätsbudget (oft 600–900 € netto Vorteil pro Monat) und betriebliche Altersvorsorge mit AG-Zuschuss > 4 % statt 2 % Standard. In der Summe ergibt sich oft ein realer Mehrwert von 11.000-14.000 € pro Jahr.

Wann pushen, wann zurückhalten — psychologische Verhandlungsfenster

Christian Bollweg sieht ein klares Muster: Das beste Verhandlungsfenster ist nach dem mündlichen "Ja" der Gegenseite — nicht davor. Wer vor dem Angebot über Gehalt drückt, wirkt fordernd. Wer nach dem Angebot 24–48 Stunden Bedenkzeit nimmt und dann mit Gegenargumenten kommt, signalisiert Ernsthaftigkeit. Ein zweites Fenster: Q1 jeden Jahres, wenn Unternehmen ihre Hire-Quoten erfüllen müssen — Verhandlungsspielraum ist dort 3–5 % höher als im Q4.

Die Konkurrenz-Karte — wie ein zweites Angebot Ihre Position verbessert

Sobald Sie ein zweites schriftliches Angebot in der Hand haben, verbessert sich Ihre Verhandlungsposition messbar: ADVERGY-Vermittlungsdaten zeigen einen Gehaltszuwachs von 6–11 % beim Erstangebot, sobald ein zweites kompetitives Angebot vorliegt. Wichtig: Niemals lügen oder bluffen — die Fliesenleger-Szene ist klein, ein nicht-existentes Konkurrenzangebot fliegt schnell auf und kostet Reputation. Empfehlung von Robert Fink: Mit 2–3 Vermittlern parallel arbeiten, damit die Optionen real entstehen.

Branchen-Trends 2026: Was den Handwerker-Markt bewegt

Vier Trends, die 2026 messbar in Gehälter und Auftragslage durchschlagen.

Regional-Insights: Top-Standorte für Fliesenleger

Drei Regionen mit überdurchschnittlichen Handwerks-Gehältern und Auftragslage.

Vermittlungs-Anekdoten aus der ADVERGY-Praxis

Echte Wechsel-Geschichten aus dem ADVERGY-Handwerks-Desk, anonymisiert auf Bundesland-Granularität.

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Christian Bollweg betont: Drei Faktoren entscheiden in 80 % der Vermittlungen — Meistertitel oder Spezial-Zertifizierung, dokumentierte Projekt-Erfolge, und parallele Verhandlungen mit 2–3 Arbeitgebern.

Was Kandidaten sagen

Echte Stimmen. Anonymisiert. Nachprüfbar.

7 Quotes von Kandidaten die ADVERGY in Handwerk vermittelt hat — Stand 2025/2026.

★★★★★
„Wärmepumpen-Boom war für meinen alten Betrieb noch Zukunftsmusik — der Chef war 60+ und wollte bei Gas-Brennwert bleiben. Über ADVERGY bin ich bei einem Heizungsbauer gelandet der zu 70 Prozent Wärmepumpen macht. Plus 9k Gehalt und ein Firmenwagen den ich vorher nicht hatte.“
Anlagenmechaniker SHK, Mitte 30, Niedersachsen
Klassisch zu Wärmepumpen-Spezialist
52k auf 61k plus Wagen, 4 Monate
★★★★★
„Industrie-Wechsel war ein Sprung den ich mich nicht alleine getraut hätte. Christian hat mir gezeigt dass meine Elektroinstallateur-Erfahrung in der Industrie als Industrieelektroniker mit deutlich besserem Tarif zählt — Schichtmodell ja, aber 14k mehr im Jahr.“
Elektroinstallateur, Anfang 30, Baden-Württemberg
Handwerk zu Industrie
44k auf 58k, Q4 2025
★★★★★
„PV-Spezialisierung war für mich Risiko — was wenn die Förderungen wegfallen? Hannes hat mir Zahlen gezeigt: Auch ohne Förderung wächst der Markt zweistellig. Ich habe den Schritt gewagt und arbeite heute nur noch an PV-Großanlagen, mit 11k mehr und realer Karriere-Perspektive zum Bauleiter.“
Elektriker mit PV-Schwerpunkt, Mitte 30, Bayern
Klassisch zu PV-Spezialist
47k auf 58k, 5 Monate
★★★★★
„Mein alter Arbeitgeber war ein Familien-Betrieb — gute Stimmung, aber Gehalt nach Bauchgefühl statt Markt. Über ADVERGY bin ich bei einem mittelständischen Generalbetrieb gelandet der nach Tarif zahlt plus übertarifliche Zulagen für Wärmepumpen-Zertifizierung. Plus 8k netto bei gleicher Arbeit.“
Heizungsbauer, Ende 30, Hessen
Familienbetrieb zu Tarif-Mittelstand
48k auf 56k plus Zulagen, 3 Monate
★★★★★
„Was ich an ADVERGY geschätzt habe: Die haben verstanden dass mir Pendelweg wichtiger ist als 5k mehr Gehalt. Nach drei Vorschlägen kam einer der genau passte — 25 Minuten Fahrweg statt 70, plus 6k Plus. Lebensqualität-Win, nicht nur Gehalts-Win.“
Anlagenmechaniker, Anfang 40, Nordrhein-Westfalen
Pendelweg-Optimierung
50k auf 56k, Q3 2025
★★★★★
„Bauleiter-Wechsel war der größte Karriere-Sprung meines Lebens. Ich war Vorarbeiter und hatte nicht das Selbstbewusstsein direkt Bauleiter zu suchen. ADVERGY hat einen Mittelständler gefunden der gezielt Vorarbeiter mit Aufstiegsperspektive sucht — heute mache ich Bauleiter-Aufgaben mit 18k mehr.“
Vorarbeiter Hochbau, Mitte 30, Sachsen
Vorarbeiter zu Bauleiter
46k auf 64k, Q1 2026
★★★★★
„Ich war 14 Jahre im selben Betrieb — keine echten Bewerbungserfahrungen. ADVERGY hat den Lebenslauf für mich strukturiert weil meine Auflistung nach Werkstatt-Logik organisiert war, nicht nach Recruiter-Logik. Plötzlich kamen Einladungen die vorher ausblieben.“
KFZ-Mechatroniker, Ende 30, Hamburg
Lebenslauf-Profilierung
44k auf 53k, 4 Monate

Aktuelle Handwerk-Positionen

Offene Stellen im Bereich Fliesenleger – jetzt bewerben und Gehalt steigern.

Neu
Fliesenleger (m/w/d) – Bad-Sanierung
📍 Hamburg · 🏢 Bad-Sanierungs-Fachbetrieb (FFN) · 💰 40 – 48k + Firmenwagen
40 – 48k €/Jahr
Top-Gehalt
Industrieboden-Verleger (m/w/d)
📍 Frankfurt · 🏢 Silikal-Systempartner · 💰 IG BAU + Chemie-Zuschlag + Auslöse
46 – 58k €/Jahr
Spezialist
Naturstein-Verleger (m/w/d)
📍 München · 🏢 Premium-Naturstein-Fachbetrieb · 💰 Calacatta/Granit-Projekte
44 – 56k €/Jahr
Karrierestart
Frisch-Geselle Fliesenleger (m/w/d)
📍 Köln · 🏢 Regionaler Mittelstand · 📚 DIN 18534 + Schlüter-Schulung inkl.
30 – 36k €/Jahr
Führung
Vorarbeiter Fliesen (m/w/d)
📍 Stuttgart · 🏢 Fliesenleger-Mittelstand · 💰 +400 €/Monat Vorarbeiter-Zulage
46 – 56k €/Jahr
Spezialist
Großformat-Fliesenleger (m/w/d) – Laminam/Neolith
📍 Düsseldorf · 🏢 Premium-Architekturbau · 💰 Vakuumheber-Schulung inkl.
42 – 52k €/Jahr

Erfolgsgeschichten: So haben andere ihr Handwerker-Gehalt gesteigert

34.000 €44.000 €

Fliesenleger-Geselle (m, 26), 3 Jahre Erfahrung in kleinem NRW-Familienbetrieb bei 34 k. Wechsel zu Bad-Sanierungs-Fachbetrieb (Standort Köln) mit FFN-Mitgliedschaft. Ausschlaggebend: 180 dokumentierte Bad-Sanierungen, selbstfinanzierte Abdichtungs-Fachkunde DIN 18534 und Schlüter-Entkopplungs-Schulung. Neues Paket: 44 k Grundgehalt, VW Caddy zur Privatnutzung, 30 Urlaubstage, 2.500 € Weiterbildungsbudget (Großformat-Schulung geplant), KfW-455-B-Förderprämie. Vermittlungsdauer: 4 Wochen.

40.000 €52.000 €

Fliesenleger-Geselle (m, 32), 8 Jahre Erfahrung im Handwerks-Mittelstand in Bayern bei 40 k. Wechsel zu Silikal-Systempartner als Industrieboden-Verleger in Frankfurt. Hauptargument: G26.3-Atemschutz-Tauglichkeit, Airless-Spritz-Erfahrung mit Wagner, Bereitschaft zu Mobil-Einsätzen (Automobil-Werkstätten). Neues Paket: 52 k Grundgehalt (IG BAU + Chemie-Zuschlag 8 %), Auslöse 35 €/Tag, Firmenwagen VW T6.1, 30 Urlaubstage, BAV 180 €/Monat, bezahlte G26.3-Untersuchung. +30 % Gehaltssprung. Vermittlungsdauer: 5 Wochen.

46.000 €62.000 €

Fliesenlegermeister (w, 36), 10 Jahre Erfahrung inkl. 3 Jahre als Meisterin in einem mittelständischen Betrieb in BW bei 46 k. Wechsel zu Premium-Naturstein-Fachbetrieb (Standort München) als Bauleiterin Naturstein. Hauptargument: 8 abgeschlossene Naturstein-Villen-Projekte (Calacatta-Marmor, Black Galaxy Granit), Fachkundenachweis DIN 18332 und Italienisch-Sprachkenntnisse (Einkaufsreisen zu Carrara-Marmorwerken). Neues Paket: 62 k Grundgehalt, Skoda Superb zur Privatnutzung, 30 Urlaubstage, 4.500 € Weiterbildungsbudget, Zeitanteil für Italien-Einkaufsreisen. Vermittlungsdauer: 6 Wochen.

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Häufig gestellte Fragen zum Fliesenleger Gehalt

Lohnt sich der Fliesenleger-Beruf finanziell?
Ja. Der Einstiegsmedian als Frisch-Geselle liegt bei 30.000 €, nach 5 Jahren realistisch bei 40 k, mit Spezialisierung (Industrieboden, Naturstein) bis 54 k ohne Meisterbrief. Mit Meisterbrief sind 55–92 k als Betriebsleiter oder Inhaber realistisch. Die Ausbildung ist dual bezahlt (10–14,5 k in 3 Jahren).
Bad-Sanierung als Spezialisierung – wie gut lohnt sich das?
Bad-Sanierung ist 2026 ein recession-proof Bereich: Rund 340.000 Sanierungen pro Jahr mit KfW-455-B-Förderung. Fliesenleger mit Bad-Fokus und Abdichtungs-Fachkunde DIN 18534 verdienen im Median 43.200 € — rund 8 % über dem Baseline. Vorteil: Planbare Auftragslage auch in schwachen Neubau-Jahren.
Industrieboden vs. klassisches Fliesenleger-Handwerk – welcher Weg zahlt besser?
Industrieboden (Silikal, StoCretec, Remmers Bauchemie, Sika Deutschland) zahlt im Median 46.000 € — 28 % mehr als im Kleinbetrieb (36 k). Gründe: IG-BAU-Tarif mit Chemie-Zuschlag (6–9 %), Auslöse 25–45 €/Tag bei Mobil-Einsätzen, BAV-Zuschuss, 30 Urlaubstage, hochwertige PSA mit Atemschutz. Voraussetzung: G26.3-Atemschutz-Tauglichkeit, Sachkundenachweis Epoxid/PU.
Naturstein-Verlegung – wie groß ist der Gehaltsaufschlag?
Die Naturstein-Fachkunde nach DIN 18332 kostet ca. 1.200–1.800 € und bringt im Schnitt +7–10 % Gehalt, also ca. 3.000–4.400 € mehr pro Jahr. In Premium-Naturstein-Fachbetrieben (Calacatta-Marmor, Granit, Schiefer) sind Stundensätze von 75–95 €/h (statt 55–70 €/h bei Standard) möglich. Amortisation unter 6 Monaten.
Fliesenlegermeister – lohnt sich der Meisterbrief?
Ja, sehr deutlich. Die Meisterausbildung kostet ca. 5.000–8.000 € Eigenanteil nach Aufstiegs-BAföG. Der Gehaltssprung vom Geselle (Median 40 k) zum Meister (Median 62 k) beträgt ca. 22.000 € brutto pro Jahr. ROI unter 6 Monaten. Langfristig: Ohne Meister Gehaltsdeckel bei ca. 60 k, mit Meister 75–115 k als Betriebsleiter. Meisterbrief ist zudem Voraussetzung für Selbstständigkeit (§7 HwO, Fliesenleger in Anlage A).
Wie viel verdient ein Fliesenleger netto?
Bei einem Bruttojahresgehalt von 40.000 € (Median) bleibt einem ledigen Fliesenleger in Steuerklasse 1 ca. 26.500–27.500 € netto pro Jahr (ca. 2.200–2.300 €/Monat). In Steuerklasse 3 ca. 29.500–30.500 € netto. Zusätzlich Firmenwagen, BAV (80–150 €/Monat AG-Zuschuss), Weihnachts-/Urlaubsgeld. Bei Industrieboden mit Chemie-Zuschlag und Auslöse effektiver Netto-Vorteil 8–12 %.

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